DIY ~ Eier färben und schlichte, schöne Eierbecher

Früher als Kind habe ich es geliebt, Eierfärben.
Die gekochten Eier einfach in die Farbe tunken, mal in blau, dann in rot und wow – wie aus Zauberhand hat man lila.
Oder die ausgeblasenen Eier mit Wasserfarbe anpinseln und an einen Zweig hängen.

Und auch die letzten Jahre habe ich immer wieder gefärbt und DIYs mit Eiern gestaltet – aber nicht mehr mit dieser fertigen Farbe die man überall kaufen kann. Nein, das wäre ja auch viel zu einfach.
Letztes Jahr habe ich Eier mit Nagellack marmoriert und das Jahr davor Gänseeier gedremelt

Dieses Jahr wollte ich Eier ganz natürlich färben – mit Avocadoschale und mit Rotkohl.
Die Idee mit der Avocadoschale habe ich bei der lieben Pepper gesehen – aber irgendwie wollte das bei mir so überhaupt nicht funktionieren – ich schiebe es einfach auf die Eier. Denn anstatt lila – wie bei Pepper – wurden meine Eier einfach nur braun. Wie gut, dass mir da noch der Rotkohl blieb.
Denn das funktionierte ganz gut.

Was ihr für das Färben mit Rotkohl braucht:
– einen kleinen Kopf Rotkohl
– einen Topf mit Wasser
– Eier

Schneidet den Kohl in feine Scheiben und gebt ihn in den Topf mit Wasser.
Bringt alles zum Kochen und lasst es für ca. 20 Minuten köcheln.
Gebt den Kohl nun durch einen Sieb und fangt das Wasser auf.
Ihr könnt die Eier jetzt entweder direkt in dem Wasser kochen oder ihr legt schon gekochte Eier in das Wasser und lasst sie solange in der Farbe, bis sie die gewünschte Färbung haben.

Anhand meiner gefärbten Eier könnt ihr gut erkennen, wie unterschiedlich die Intensität der Farbe sein kann.
Manche Eier habe ich ganze 12h in der Farbe gelassen. Das helle Ei habe ich mit dem gekochten Kohl bedeckt – so entstand das feine Muster.

Auch die Tücher habe ich mit dem Kohl gefärbt, sie saugen die Farbe unheimlich schnell auf.
Die Idee mit dem Färben der Tücher habe ich mir auch von Pepper abgeschaut. 
Und weil ich dann eh schon dabei war, bereits vorhandenen DIYs umzusetzen, habe ich noch fix Eierbecher aus kleinen Holzkugeln und Lederband gezaubert.
Eine sehr ähnliche Idee hatte die liebe Rebecca vor zwei Jahren.

Für die Eierbecher benötigt ihr:
– je 7 kleine Holzkugeln mit Loch
– Lederband

Fädelt die Kugeln auf das Band, macht einen festen Knoten rein und schneidet das Band ab.
Schon sind eure Eierbecher fertig. Super easy, super schön!


Die Eierbecher eignen sich übrigens super als Mitbringsel für´s Osterbrunch oder als kleines Geschenk im Osterkorb.
Wenn ihr sie nachmacht, dann schickt mir doch ein Bild oder verlinkt mich auf Instagram – darüber würde ich mich total freuen.

 

Möhrenglück ~ Leckerster Karottenkuchen für sonnige Frühlingstage

In meinem ganzen Leben habe ich noch keinen Karottenkuchen gebacken. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob ich schonmal einen gegessen habe und wenn, dann war der sicher nicht so lecker, denn dann würde ich mich ja dran erinnern.
Aber den, den ich letzte Woche gebacken habe, den vergesse ich sicherlich nicht so schnell, denn der war einfach der Hammer. Super saftig, super lecker und ja, auch wirklich süß. Aber sowas darf auch mal sein. 

Und wann bitte passt Karottenkuchen besser als zur Osterzeit und somit auch zum Frühling. 
Das Rezept habe ich aus dem tollen Backbuch Törtchenzeit – all you need is sweet von Jessi aka. Törtchenzeit und Sonya Kraus.

Rezept für 1 Möhrenglück Törtchen
mit 20 cm Durchmesser

Zutaten für den Teig
500g Möhren mit Grün
80ml Buttermilch
3 Eier
1 TL Vanillearoma
350ml Pflanzenöl
280g Zucker (ich habe nur 250g Zucker verwendet)
500g Mehl
2 TL Backpulver
1 Messerspitze Salz
½ TL Zimt

Für die Creme
120g Butter
700g Puderzucker (ich habe nur 500g Puderzucker verwendet)
250g Frischkäse

Für die Deko
5 EL Krokant (den hatte ich leider nicht Zuhause, deshalb musste ein Spitzenband drumherum)
5 Möhrenköpfchen mit Grün

Zubereitung
Den Ofen auf 165 Grad (Umluft) vorheizen.

Die Möhren schälen und sehr fein reiben, überschüssigen Saft der Möhren abschütten.
Möhren, Buttermilch, Eier und Vanillearoma, Öl und Zucker in eine große Schüssel geben und mit dem Rührer für ca. 2 Minuten vermengen.

Mehl, Backpulver, Salz und Zimt in eine zweite Schüssel geben und vermengen. Dann die Mehlmasse löffelweise in die andere Schüssel geben und immer wieder verrühren, bis der Teig glatt vermengt ist.

Die Teigmenge dritteln und die Böden einzeln für je ca. 20 Minuten backen.
In der Zwischenzeit die Creme vorbereiten.
Dazu Butter und Puderzucker mit dem Rührer so lange in einer Schüssel vermengen, bis sich die Butter aufgelöst hat. Dann den Frischkäse hinzugeben. Die Konsistenz sollte relativ fest, aber noch cremig sein.

Nachdem die Böden ausgekühlt sind, diese jeweils mit 1/3 der Creme bestreichen und stapeln. Danach das gesamte Törtchen dünn mit einer Schicht Creme ummanteln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Die Torte aus dem Kühlschrank nehmen und nochmals mit dem Rest der Creme ebenmäßig ummanteln. Dann vorsichtig mit der Streichpalette am unteren Rand des Törtchens ansetzen und die Palette sanft in der Creme nach oben ziehen, sodass ein Streifen entsteht. Den Vorgang rund um das Törtchen wiederholen.

Die unteren 2cm mit Krokant bestreuen – oder wie ich ein Spitzenband darumbinden.
Zum Schluss das Grün der 5 Möhren auf 3cm kürzen und die Torte damit dekorieren.

Das Törtchen durfte der Mann übrigens mit auf die Arbeit nehmen und alle waren super begeistert.
Ich habe natürlich auch ein Stück probiert, hmmm einfach köstlich. Danke liebe Jessi für das leckere Rezept – der wird auf jeden Fall nochmal gebacken.

Esst ihr auch gerne Karottenkuchen? Wie bereitet ihr ihn zu?

DIY – Der kuscheligste Schal der sich um meinen Hals schlingt

*Kooperation

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten von euch keine Lust mehr haben. Keine Lust mehr auf Kälte, Regen und Schnee. Alle wollen Sommer, Eis und endlich wieder offene Schuhe tragen.
Ich kann das total gut verstehen, denn ich bin auch eher der Sommertyp. Aber zur Zeit mag ich diese kalten Tage, wenn es ein bisschen windet draußen und man noch einen Schal braucht, wenn man rausgehen möchte.

Denn dank We are Knitters und ein paar Stunden Häkelei, habe ich mir einen ganz tollen Schal gezaubert. Ich mag ihn wirklich sehr. Er ist schön lang, kuschelig und warm.
Für den Schal habe ich 3 Knäuel der peruanischen Schafwolle und eine 15mm Häkelnadel verwendet.
Die dicke Schafwolle wird ausschliesslich aus Naturfasern von Schafen aus der peruanischen Hochebene hergestellt – also 100% Schafwolle. Sie ist total weich und man sieht und spürt die gute Qualität.

Einen Schal zu häkeln ist übrigens super einfach.
Man beginnt mit einer beliebigen Maschenzahl – je nachdem, wie breit der Schal sein soll und dann häkelt man Reihe für Reihe. Ich habe 3 Reihen feste Maschen gehäkelt, dann eine Reihe Stäbchen, wieder 3 Reihen feste Maschen usw.
Aber es gibt ja unzählige Arten von Schals. Ob gehäkelt oder gestrickt. Loopschals, Dreieckstücher oder eben einen einfachen langen den man sich um den Hals wickelt.


Falls ihr jetzt auch Lust habt, einen Schal zu häkeln oder zu stricken, aber euch meine Anleitung nicht gefällt, dann klickt euch mal durch folgende Links. Da ist sicher was für euch dabei.

Wer Loopschals mag und dann auch noch in zwei Farben, der wird hier fündig.

Und wer nicht stricken kann, aber durch Häkeln einen Strickeffekt haben möchte, der wird sich über diese Anleitung eines Schalkragens freuen.

Wenn du lieber strickst und das Perlmuster so toll findest wie ich, dann schau mal hier vorbei.

Die Männer sollen natürlich auch nicht frieren und mit diesem Boyfriend Loop tun sie das sicherlich auch nicht.

Dieser Schal von Christina gefällt mir auch total gut.

Alles Liebe,
eure Dani

Vielen Dank an We are Knitters für die schöne Kooperation.

Bezugsquellen:
Wolle: We are Knitters
Wallhanging: DIY
Daumenpiano: Aus Kenya

Apfel-Zimt Zupfbrot

 

Wie beginnt man einen Blogpost, wenn man fast zwei Monate nichts mehr gebloggt hat.
Mit „Hallo da bin ich wieder“ oder einem „Hallo 2017, hallo Februar“… ich weiß es ehrlich gesagt nicht und deshalb sage ich einfach mal Habari.
Habari ist Kiswahili und bedeutet soviel wie „Hallo. Wie gehts?“

Einen passenderen Einstieg kann ich nach 5 Wochen Kenya ja wohl nicht wählen.
Denn dieses Wort haben wir dort fast jeden Tag gehört oder selbst gesagt.
Aber um Kenya wird es in diesem Beitrag heute noch nicht gehen, sondern um ein super leckeres Apfel-Zimt Zupfbrot. Das Rad habe ich damit zwar nicht neu erfunden, aber es ist einfach zu gut um es nicht mit euch zu teilen.

Rezept für Apfel-Zimt Zupfbrot
für eine Kastenform

Zutaten für den Hefeteig
500g Mehl
1/2 Würfel Hefe
200ml lauwarme Milch
75g Zucker
100g weiche Butter
1 Ei
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung
3 Äpfel
100g geschmolzene Butter
1EL Zimt
3EL Zucker

Zubereitung
Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen und eine Mulde bilden.
Hefe in die lauwarme Milch bröseln und verrühren, bis sich die Hefe auflöst und in die Mehlmulde geben. Mit etwas Mehl verrühren und zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.
Butter und Ei dazugeben und alles gut verkneten, bis kein Teig mehr an den Händen klebt. Sollte dies der Fall sein, noch etwas Mehl dazugeben.
Den Hefeteig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen – am besten eine gute Stunde, damit sich sein Volumen verdoppeln kann.

In der Zwischenzeit die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden.

Den Hefeteig noch einmal kräftig durchkneten, je besser man den Teig knetet, desto gleichmäßiger geht er beim Backen auf. Also ruhig einige Minuten kneten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1,5 cm dick zu einem Rechteck ausrollen.
Die geschmolzene Butter mit dem Zimt und Zucker mischen und gleichmäßig auf dem Teig verstreichen und dann die Apfelstückchen darauf verteilen.
Nun wird der Teig in Streifen und dann in Quadrate geschnitten.
Achtet darauf, dass die Quadrate gut in eure Kastenform passen.
Die Kastenform einfetten und immer 4-6 Quadrate auseinander legen und dann in die Kastenform legen.
Ich habe manche „Päckchen“ auch quer in die Kastenform gesetzt.

Den Ofen auf 175 °C vorheizen und das Zupfbrot für ca. 40 – 45 Minuten goldbraun backen. Nach dem Backen 10 Minunten auskühlen lassen, aus der Form holen und wer mag, kann das ganze noch mit Puderzuckerguß bestreichen.

Das tolle am Zupfbrot ist, dass man es, wie der Name schon sagt, einfach zupfen kann. Man muss es nicht schneiden, sondern kann sich einfach eine Lage nach der anderen abzupfen und genießen.

Ich glaube demnächst werde ich mal ein herzhaftes Zupfbrot machen, mit vielen leckeren Kräutern. Das ist glaube ich auch richtig lecker.

Weihnachtsgeschenke aus der Küche ~ Zwiebelchutney

Obwohl wir dieses Jahr an heilig Abend nicht im Lande sind, möchte man ein paar Freunden eine Kleinigkeit schenken.
Etwas Brauchbares. Jeden zu fragen was er gerne hätte und das dann auch zu kaufen, wäre wahrscheinlich ziemlich teuer. Und ja, man spricht nicht über Geld, aber bei uns ist es gerade etwas knapp. Und deshalb gibt es dieses Jahr etwas aus der heimischen Küche für die lieben Freunde. Und zwar Chutney.
Das schmeckt nicht nur auf gutem Brot super, sondern auch zu Käse oder Fleisch. Ich mag es besonders zu einem Stück Geflügel.
Und ja, ich gebe zu – besonders lecker sieht es aufgrund seiner Farbe nicht aus, aber es schmeckt und dass ist ja die Hauptsache. Und schnell geht das ganze auch. Man verliert während der Zubereitung zwar ein bisschen Tränenflüssigkeit, aber das sollte einem als gute Hausfrau/ Hausmann natürlich nichts ausmachen.

zwiebel

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Was schenkt ihr euren Liebsten dieses Jahr? Auch etwas selbstgemachtes aus der Küche? Oder geht ihr lieber gemütlich shoppen?

Zwiebelchutney
Für 8 kleine oder 5 große Gläser
800g Äpfel
1 kg Zwiebeln
150g brauner Zucker
150ml Balsamicoessig
3 Loorbeerblätter
4 Tl Senfkörner
2 Tl Salz
etwas Pfeffer
etwas Öl

Die Zwiebeln und die Äpfel klein schneiden. Die Zwiebeln in dem Öl glasig dünsten, dann die restlichen Zutaten in den Topf geben und alles gut miteinander vermischen. Einmal aufkochen und dann 1,5 – 2 Stunden köcheln. So lange, bis nurnoch wenig Flüssigkeit im Topf ist. Zwischendurch immer gut umrühren. Das Chutney in gut verschließbare Gläser füllen, einen schönen Stoff rumbinden, Etikett drauf – fertig.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche, genießt die Vorweihnachtszeit und macht euch bloß keinen Stress wenn es um Geschenke geht, denn darum geht es an Weihnachten nicht!