Weihnachten

Worte aus meiner Seele

18. Dezember 2014

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Ruhig, besinnlich, voller Liebe und Licht. Zeit mit Freunden und der Familie, Abends auf dem Sofa gemütlich Tee trinken – so sollte sie doch sein – die Weihnachtszeit.
Aber oft habe ich das Gefühl, dass genau das jedes Jahr ein Stückchen mehr verloren geht.
Die Menschen rennen durch die Straßen, kaufen ein, geben unmengen an Geld aus weil man verlernt hat sich über kleine Dinge zu freuen. Zumindest denkt man das.
Dabei freut sich doch so ziemlich jeder über etwas kleines, feines selbstgemachtes.

Berge an Plätzchen werden gebacken und an heilig Abend gibt es nicht irgendetwas einfaches leckeres, nein es muss ein großer Braten sein – am besten ein 5 Gänge Menü- weil man der Familie natürlich auch was bieten möchte.
Und wenn dann alles rum ist atmen alle tief ein und sind froh wenn die Feiertage vorbei sind.

Dass ist doch völliger Quatsch und unglaublich traurig dazu.
Dieses Jahr merke ich all das ganz besonders. Und ich hab mir innerlich total den Druck gemacht, bis ich vor ein paar Tagen innerlich und auch äußerlich total zusammengebrochen bin.
Ich habe mich über mich selbst geärgert, dass ich „nix auf die Reihe kriege“, dass ich noch keine Plätzchen gebacken, keine Postkarten geschrieben und noch keine Weihnachtsgeschenke für die liebsten Freundinnen besorgt oder gebastelt habe.

Aber dann kam Mister R., hat mich in den Arm genommen und mir gesagt, dass all das doch gar nicht schlimm ist. Das keiner von mir erwartet, Tonnen an Plätzchen gebacken zu haben oder dass die Geschenke alle perfekt verpackt sind und es dazu auch noch die passende, selbstgebastelte Weihnachtskarte gibt.
Und deshalb habe ich mir dann einfach gesagt „ Gut Daniella, dann gibt es dieses Jahr eben keine selbstgebackenen Plätzchen oder super tolle Weihnachtsdeko.“ Und das tat und tut gut.
Wenn ich dann vielleicht doch noch zum Backen oder dekorieren komme – dann ist das schön, aber kein Muss.

Und ich habe gemerkt, dass all diese Gedanken genau hierher kommen. Vom Internet. Nicht dass mich jetzt jemand falsch versteht. Ich gucke mir liebend gern leckere Plätzchenrezepte, wunderschöne Weihnachtsdekoideen, hübsche weihnachtliche sweet-tables, DIY Geschenkverpackungen usw. an – aber ich muss sagen, innerlich setzt es einen schon ganz schön unter Druck. Warum? Weil man sich doch fragt „Woher nehmen die Leute diese Zeit all das so perfekt zu machen?“
Und es geht mir nicht nur an Weihnachten so, sondern eigentlich das ganze Jahr und dass muss ein Ende haben!

Ich möchte nicht getrieben sein, nicht denken, dass ich dies und jenes jetzt auch noch machen muss, weil es alle haben und alle andren es ja auch auf die Reihe kriegen. Nein!
Ich will frei sein davon, frei sein von dem Gedanken etwas machen zu MÜSSEN.
Ich will es wollen und dann auch schön, richtig und voller Liebe tun, weil ich es möchte.
Ich möchte Dinge nicht tun um irgendetwas zu haben, was ich hier auf dem Blog zeigen kann, nein.
Ich möchte Dinge tun, weil ich Menschen damit eine Freude machen will, weil ich mir etwas gutes tun möchte und weil ich es gerne mache.
Ich möchte mir mehr Zeit für einzelne Dinge nehmen, sie dann nicht nur halbherzig machen, sondern richtig gut, auch wenn es dann mal länger dauert.

Und dass wünsch ich mir auch für jeden der das hier jetzt liest.
Setzt euch nicht unter Druck! Tut das, was euch Spaß macht und was euch gut tut! Menschen merken, wenn man etwas nicht mit Liebe gemacht hat – und wenn ihr gerade keine Zeit, Lust und keine Energie habt etwas mit Liebe zu tun, dann lasst es sein ! Niemand wird euch deshalb verurteilen oder komisch angucken!

Ich wünsche uns allen, dass wir lernen uns nicht so sehr unter Druck setzen zu lassen oder uns selbst unter Druck setzen. Dass wir uns darauf besinnen um was es wirklich geht und was wirklich wichtig ist im Leben !!!
Dass wünsche ich euch, dass wünsche ich dir!

1000 Küsschen und eines oben drauf
deine Dani

 

  1. Super sympathisch und sehr ehrlich. Ich kann Dir da nur zustimmen, liebe Dani. Mich setzt es auch oft unter Druck was andere so alles schaffen und zeigen, weil man es ja für sich selber auch hübsch haben will. Aber wenn es halt zeitlich einfach nicht reinpasst, dann ist das so. Ich finde dieses Gehetze und Gerenne in dieser Zeit auch total furchtbar und will mich da einfach nicht einordnen, sondern bleibe lieber zu Hause. Ich mag auch nicht dieses Unfreundliche um mich herum. Alle sind so genervt und gestresst, das kann doch wirklich nicht die Bedeutung für Weihnachten sein. Wo bleibt da das Gemütliche und die schöne Stimmung?

    Wie auch immer … ich habe dieses Jahr ganz bewusst auch nur das gemacht, wozu ich Lust hatte oder noch habe und damit geht es mir auch richtig gut. 🙂

    Liebe Grüße,
    Sanna

  2. Danke. Das sind sehr weise und wahre Worte.
    Bei uns gibts auch noch keine Weihnachtsdeko. Vielleicht gibts auch keinen Baum. Obwohl ich das schade fänd. Auch für unser Mädchen.
    Aber darum geht’s halt an Weihnachten auch garnicht.
    Also lieber entspannen und darauf konzentrieren worum es wirklich geht.

  3. Liebe Daniella,
    ich denke man muss deinen Worten nichts hinzufügen.
    Weihnachten soll schließlich die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit sein. Warum also lassen wir uns alle so unter Druck setzen!?
    Ich finde es auch ein wenig schade, dass die Umwelt gerade im Internet oft absolute Perfektion suggeriert, sodass man unterbewusst vielleicht leicht in Zugzwang gerät – oder zumindest in Weihnachtsstress verfällt. Irgendwie ist dieser Drang nach „Alles muss ganz wunderbar werden! Wir brauchen DIE Geschenke …“ zur Weihnachtszeit ganz besonders schlimm. Aber kein Wunder, schließlich ist es ja das Fest, der Feste.

    Ich wäre ja für mehr Zeit.
    Mehr Zeit für unsere Lieben und die Sachen die wir wirklich lieben!
    Damit das ganze Jahr über Kraft für viele wunderbare Stunden und Tage ist.

    Alles Liebe,
    Bine.

  4. Liebe Dani, wie du sicher bei mir gelesen hast, teile ich Deine Gedanken. Falls es dich tröstet: mein Blog liegt brach, Weihnachtskarten (gekauft) auch noch nicht geschrieben und zum ersten Mal verschenke ich dieses Jahr keine selbstgemachten Pralinen. Aber darum geht’s eben auch nicht. Ich würde mir ein Umdenken wünschen, dass dazu führt, die Adventszeit und das Geld für Geschenke mehr für lokale Benefiz-Aktionen zu nutzen. Das entspräche dem Geist von Weihnachten viel mehr und man erlebt etwas Sinnstiftendes. Ich möchte das jedenfalls angehen!

    Alles Liebe
    Sandra

  5. Oh je! Ich kann dich verstehen. Am letzten Wochenende saß ich den Tränen nahe auf dem Sofa beim Helden und jammerte, dass ich so viel tun wollte und KEINE ZEIT hätte! Er hat mir dann ähnliches erzählt wie Mister R. dir. Also, zurückfahren, entspannen, und das machen, worauf man Lust hat.

    Meine Liebe, ich hoffe, du kannst noch eine entspannte und wunderschöne restliche Adventszeit erleben!

    Liebe Grüße
    Nele

  6. Hi Dani,
    das ist total schön geschrieben und du sprichst mir aus der Seele! Ich hab dieses Jahr auch nicht viel geschafft und bin zur Zeit auch ziemlich ausgelaugt. Ich freue mich auf die freie Zeit zum ausschlafen und endlich meine liebsten Menschen – meinen Papa und meinen Freund wiederzusehen.
    Ich wünsche dir, dass du dich von dem Gefühl des „Müssens“ befreien kannst und eine schöne Weihnachtszeit mit deinen Lieben Menschen. Das ist doch die Hauptsache. :-*
    Ganz liebe Grüße
    Clara

  7. Liebe Dani,
    herzlichen Dank für deine ehrlichen Worte und die schnörkellose Wahrheit!
    Mach das wonach dir ist, da gebe ich dir vollkommen recht! Ich wünsche dir noch eine entspannte Vorweihnachtszeit!
    Liebste Grüße,
    Ronja

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